Anja

Hey…..ich bin Anja,

ich fange mal da an als ich offiziell erlaubt bekommen habe ein Zweirad mit Motor auf der Straßen im Ruhrgebiet (Mülheim an der Ruhr) zu bewegen. Ich machte meinen ersten Führerschein für eine „Fünfziger“und genoss die neu gewonnene Freiheit. In dieser Zeit hatte ich verschiedene motorisierte Zweiräder wie z.B ein Mofa mit 25ccm , ein Simson Roller mit 50ccm aus der ehemaligen DDR und eine uralte Zündapp  in lila mit 50ccm . Leider mangelte es mir an dem nötigen Kleingeld und alle Vehicle hatten so ihre Probleme, von einem immer wieder abfallenden Auspuff, dauernder Platten und Probleme beim Starten war alles dabei. Ich wurde so zu sagen vom Leben in die Kunst der Improvisation eingeweiht ;-). In dieser Zeit ging es für mich noch nicht um den Spass und die Freude am Motorrad fahren sondern es war für mich viel mehr eine alternative zum Bahn, Bus, und Fahrrad fahren, ich konnte meine Ziele schneller erreichen oder bei mangelnder Bus und Bahnverbindung (Pferdestall usw) überhaupt erreichen. Natürlich nutze ich dann die Chance mit 16 Jahren einen weiteren Führerschein zu machen 125ccm, und das Tempo von A nach B wurde zum Glück etwas schneller. Ich besorgte mir eine gelbe Enduro von Yamaha und war überrascht, dass das Fahren plötzlich Freude machte. Mit der Enduro kamen dann auch die ersten Fahrten durch`s Gelände und es dauerte nicht lange und wir machten an den Wochenenden die Wälder im „Ruhrpott“ zu unseren persönlichen Cross-Strecken 😉   Es gab nun zwei große Leidenschaften in meinem Leben zum einen das Motorrad fahren durch Wald und Flur,  zum anderen die Pferde und das Reiten.  Für beides intensiv zu betreiben mangelte es mir leider an dem nötigen Kleingeld und ich entschied mich für die Pferde. So verging die Zeit und ich verbrachte viele Stunden und Kilometer auf den Rücken meiner Pferde.

Als ich 40 Jahre wurde bemerkte ich immer wieder, dass mich eine unterschwellige Unzufriedenheit begleitete. Mittlerweile wohnte ich mit meinen Pferden im Hunsrück (bei Trier) und auch die langen Ritte durch den Hunsrück und Umgebung konnten die immer wieder aufkeimende Sehnsucht in mir nicht stillen. Ich ertappte mich des öfteren bei stillen Fragen, wie sich mein Pferd wohl auf einer Fähre fühlen würde und wie das so ist mit der Einreise, Mensch und Pferd in anderen Ländern oder wie lange würde es dauern vom Hunsrück bis nach Norwegen zu reiten usw.

Das Schicksal hatte dann einen ganz anderen, neuen Plan für mich parat 😉

Ich begegnete einem Menschen, der durch das was er lebte und erzählte, in mir die Erinnerung an meine alte Leidenschaft wieder weckte…..das Motorrad fahren!  Es dauerte nicht lange und ich konnte den erstmals kleinen Funken in mir, der dann zu einem heißen, großen Feuer angewachsen war, nicht mehr unterdrücken. Ich traf die Entscheidung mein Leben zu verändern und komplett zu renovieren um die Sehnsucht zu befriedigen und mein Glück wieder zu finden. Ich verkaufte meine Pferde, aus dem Pferdestall wurde eine Garage, ich machte den Führerschein für die Klasse A (ohne Begrenzung, wenn dann richtig) machte mich auf die Suche nach einem geeigneten Motorrad, besorgte mir einen neuen Job und ließ den Gedanken oder Wunsch zu, bald los zu fahren. Mein erstes Ziel, aus dem Bauch heraus entschieden, soll sein….. nach Norwegen zum Nordkap, zu den Nordlichtern.

Endlich wieder glücklich……um das Glück dann wirklich, wirklich perfekt zu machen tauchte dann ganz unerwartet der Birk auf, dem ich von meinem Vorhaben berichtete. Er stellte mir daraufhin nur eine Frage….Nimmst du mich mit?

Juhuuuuu……na klar……lass uns los fahren!!!!   ;-))))))